Besuch am Swiss Coffee Festival

|Nicolas Vuille

Besuch am Swiss Coffee Festival - warum wir eigentlich dahin gehen.

Dieses Wochenende war ich mit Simon, unserem Chefröster und Qualitätssicherer, Tim, meiner eleganten rechten Hand und Operation Chef und Silvan unser Freestyle Allrounder am Coffee Festival in Zürich. Ich erinnere mich noch gut, als ich vor vielen Jahren zum ersten mal dahin ging. Obwohl ich schon damals Fan war, war ich bestimmt noch weniger selbstbewusst und habe mich davor gedrückt, an Ständen Fragen zu stellen, die mich interessiert hätten. Heute ist das anders.

Was für mich dieses Jahr in Gesprächen auch immer wieder Thema war, dass wir keinen eigenen Stand hatten. Irgendwie haben die Leute das von uns erwartet. Die Antwort ist: Überhaupt nicht, weil wir keine Lust dazu gehabt hätten, sondern einfach weil wir im Vorfeld keine Zeit dazu hatten. Wenn ich mir denke, so einen Stand zu organisieren, soll es bewusst etwas spezielles werden. Und Besucher:innen sollen das merken, dass Herz hinter unserem Projekt steckt. Diesen Anforderungen hätten wir nicht gerecht werden können. Man muss nicht immer überall performen. Mal etwas auszulassen ist ganz okay.

Trotzdem haben wir natürlich dafür gesorgt, dass unser Brand stark präsent ist. La Marzocco vertreten durch Kialoa und deon.coffee haben MezzoMezzo und Shantawnene ausgeschenkt. An zwei verschiedenen Top-Ständen, von Menschen die viel von Kaffee und Equipment verstehen. Es hat mich irgendwie stolz gemacht (es braucht viel dass ich das sage, Stolz finde ich irgendwie toxisch-cringe mässig), zu sehen wie da ganz viele Leute Kaffee getrunken haben der von uns geröstet wurde. Auch Interamerican von der Neumann Gruppe hat den Canella der Finca el Paraiso ausgeschenkt und wir haben gemeinsam tolles Feedback dafür geerntet. So waren wir trotzdem Teil des Festivals. Einfach auf ziemlich entspannte Weise :) Mit Bier - äh Kaffee in der Hand.

Was mich rückblickend erstaunt hat ist, wie gut wir schon in der Szene vernetzt sind. Ich wusste schon lange, wer in der Szene wohin gehört, heute werde ich von ihnen angesprochen und wir kennen uns irgendwie. Das fühlt sich für mich noch ein bisschen komisch an, ist aber auch schön. 

Ein Moment der richtig Spass gemacht hat, war als wir Kostas bei der Brewers Cup Schweizermeisterschaft zuschauen durften. Kostas ist Chefbarista bei Lamassu, einem Top-Notch Café in Zürich. Er wurde zweiter. Ich weiss dieser zweite Platz nagt ein bisschen an ihm da er einen extrem hohen Qualitätsanspruch an sich selber hat, was ich bewundere. Ich kenne ihn noch aus den Zeiten als ich Kunde bei ihm war und er mir unter dem Tresen alle Kaffees zum degustieren gab. Nur hatte ich da noch nicht wirklich Ahnung davon. War aber trotzdem interessiert. Er war für mich ganz offensichtlich der ruhige Typ, der genau weiss was er tut. Offensichtlich weiss er das wirklich. Heute dürfen wir seinen Shop beliefern und er gehört zu einem unserer besten Kunden. Das ist eine kleine Story die zeigt wie toll sich Dinge entwickeln und Kreise sich schliessen können. 

Insgesamt war es ein nicer Trip mit den Boys. Gute Gespräche, Inspiration und viel zu viel Koffein. Und ein Gefühl, dass wir auf einem Weg sind, der sich ganz okay und richtig anfühlt.

Bis bald, Nicolas 


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